Verkaufspsychologie während Corona

Kaufverhalten während des Lockdowns 

Der Mensch möchte sich immer wieder neu erfinden und um das, was er im Inneren trägt, nach Außen zu tragen, drückt er dies gerne durch neue Kleidungsstücke aus. Diese persönliche Entfaltung macht uns glücklich und gibt uns das Gefühl von Freiheit. Ein Gefühl von Freiheit, welches in Zeiten der Covid-19 Pandemie von einem Großteil der Bevölkerung schmerzlich vermisst wird.

Doch warum macht Shoppen glücklich?

Bei dem Kauf von Kleidung wird Dopamin ausgeschüttet. Dopamin ist ein Neurotransmitter und sorgt unteranderem dafür, dass die eigene Zufriedenheit gefördert, das Selbstbewusstsein gestärkt und die mentalen Fähigkeiten gereizt werden. Dopamin wird normalerweise bei Aktivitäten ausgeschüttet, die einem Glück bereiten. So also auch während des Küssens, beim Essen deiner Lieblingsschokolade oder eben beim Kauf von neuer Kleidung. 

Beeinflusst der Lockdown unser Kaufverhalten?

Durch die Pandemie gibt es aktuell viel weniger Möglichkeiten, sich selber glücklich zu machen. Daher ist der Kauf/Konsum ein naheliegendes Konstrukt, um Dopamin auszuschütten. Durch den Lockdown ist man auf Online-Shopping angewiesen, wenn man sich etwas kaufen möchte. Dadurch entdecken viele den Komfort und die Vorteile dieser Art des Shoppings. Das Besondere beim Online-Shopping ist, dass der Mensch einmal bei dem Bezahlvorgang und einmal bei dem Erhalt der Ware Dopamin ausschüttet. Diese doppelte „Belohnung“ verleitet uns also dazu, mehr Produkte als notwendig zu konsumieren.

Neben dem starken Anstieg an Online-Shopping gibt es weitere Tendenzen, welche durch die Pandemie beschleunigt werden. Zusätzlich schwindet die Markentreue, zeitgleich steigt die Loyalität der Verbraucher gegenüber regionalen und lokalen Anbietern stark an. Denn die Globalisierung hat während der Krise ihre Nachteile offenbart, wodurch ein starker Trend in Richtung nachhaltigem und regionalem Einkaufen entsteht.